Dienstag, 8. August 2017

[Rezension] Die letzte Zeugin - Nora Roberts

Titel: Die letzte Zeugin
Autor:  Nora Roberts
Genre: Roman
Erscheinungsdatum: 25. März 2013
Anzahl der Seiten: 576
Cover und Inhaltsangabe © Blanvalet



"Abigail Lowery lebt in einer abgeschiedenen Kleinstadt im Süden der USA. Mithilfe modernster Sicherheitssysteme hat sie ihr Haus in ein wahres Fort Knox verwandelt. Sie vermeidet den Kontakt zu anderen Menschen ― doch Brooks Gleason, der attraktive Polizeichef des Ortes, ist von der geheimnisvollen jungen Frau fasziniert und kommt ihr gefährlich nahe. Denn Abigail hat Angst, sich ihren Gefühlen hinzugeben ― wie in jener schrecklichen Nacht vor zwölf Jahren, die ihr Leben auf dramatische Weise veränderte …"



Ich hatte mal wieder Lust auf eine leichtere Lektüre und da ich gerade auf einigen Blogs wieder Bücher von Nora Roberts gesehen hatte, habe ich mich an meine Jugend zurückerinnert. Damals habe ich ihre Bücher sehr gerne gelesen, denn sie waren recht einfach und dennoch fesselnd gehalten.

Die Geschichte von "Die letzte Zeugin" beginnt auch sehr spannend und fast wie ein Thriller. Leider wandelt sich das Buch nach dem Beginn komplett und es geht mit einem eher ruhigen Roman weiter, der mit jeder weiteren Seite nachlässt. Für mich wirkte das Buch leider so, als wüsste die Autorin selbst nicht direkt, in welche Richtung sie gehen möchte.

Alles wirkt enorm in die Länge gezogen. Auf den gut 576 passiert nahezu nichts und es ist klar, auf welches Ende es alles hinarbeitet. Leider habe ich auch die Aussage hinter dem Buch nicht verstanden und es besaß auch keinen großen Unterhaltungswert für mich.




- Liz -

Highlight in dem Buch war die "Vorgeschichte". Liz ist 16 Jahre alt und bekommt keinerlei Freiheiten von ihrer Mutter. Kein Wunder also, dass die Sache irgendwann in einem Streit eskaliert. Die Mutter verschwinden und Liz beginnt endlich zu leben. Sie lernt ein Mädchen kennen, geht in einem Club, gerät dort aber in einen Mord, den sie nicht hätte sehen sollen ...

Ja, die Geschichte von Liz war stark und in dem Niveau, das mir von Nora Roberts in Erinnerung geblieben ist. Allerdings wandelt sich die Geschichte dann komplett ...

- Abigail -

Hier lernen wir nämlich Abigail kennen. Sie lebt recht abgeschieden mit Waffen und einem Hund, der sie beschützt. Wie die Verbindung zu Liz ist, sollte hier klar sein. Eigentlich hätte Abigail als Charakter echt interessant und spannend sein können. Leider ist sie recht eindimensional und fast schon naiv, was einfach nicht zu dem Bild passt, das die Autorin von ihr erzeugen wollte ...

- Brooks -

Brooks ist der Polizeichef der Stadt und plötzlich an Abigail interessiert. Schnell wird klar, dass er sie eigentlich nur ins Bett kriegen will, doch dann verliebt er sich natürlich unsterblich in sie.

Oh man, Brooks ging mir echt auf die Nerven, seine plötzliche Entwicklung vom Macho zum zahmen Ehemann hat sich einfach nicht richtig angefühlt. Aber Abigail brauchte für den Plot wohl einfach einen Polizisten an ihrer Seite.




Es ist bestimmt bereits spürbar, wie sehr mich "Die letzte Zeugin" von Nora Roberts frustriert hat. In der Hoffnung, einen leicht zu lesenden, dennoch spannenden Krimi/Roman vorzufinden, habe ich mich in dieses "Abenteuer" begeben und habe nach den ersten Seiten tatsächlich das Gefühl gehabt, wieder eine spannende Geschichte für Zwischendurch zu lesen. Dann entwickelt sich die Story jedoch in eine andere Richtung!

Am Anfang ging es noch um Gangster, genauer um die russische Mafia. Nicht unbedingt meins, aber dennoch wenigstens fesselnd. Als sich der Leser von Liz jedoch "verabschieden" muss, geht es mit einer recht kitschigen und teilweise nicht nachvollziehbaren Liebesgeschichte weiter. Hier geht es vorwiegend um Erotik, um Sex und die daraus resultierende "große" Liebe, was absolut nicht mehr mein Fall war.

Das Buch hat immer weiter nachgelassen. Allein die Protagonistin Abigail war mir zu naiv und nichtssagend. Ich konnte nicht mit ihr mitfühlen, obwohl die Geschichte eigentlich von ihrem Standpunkt aus echt emotional hätte sein könnte. Hinzu kam der Brooks als typischer Macho und überaus "heißer" Polizeichef und die damit verbundene Erotikschiene. Das alles war absolut nicht mehr meins.

Ich habe dennoch durchgehalten, auch um herauszufinden, inwiefern die Geschichte vom Anfang noch aufgegriffen wird. Leider bleibt diese nur Nebenhandlung und recht schwach, zudem auch noch sehr vorhersehbar und viel zu schnell aufgelöst. Leider konnte ich der Story deswegen überhaupt nichts abgewinnen. Die Charaktere waren mir zu oberflächlich und die Handlung lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen und ist eigentlich nicht der Rede wert. Echt schade!




Mit "Die letzte Zeugin" von Nora Roberts habe ich mal wieder gehörig danebengegriffen. Der Anfang war echt stark, aber danach lässt die Geschichte komplett nach und entwickelt sich in eine kitschige Liebesgeschichte mit teilweise lächerlicher Erotik. Dieses Buch war absolut nicht mein Geschmack!

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